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Über mich - mein Weg

Schön, dass du dich für meinen Weg interessierst.

Wenn wir uns bisher noch nicht persönlich kennenlernen konnten - herzlich Willkommen!

Wenn wir uns bereits kennen - danke für dein Vertrauen und deine Neugierde.

Um einen ersten Eindruck zu bekommen, wer diese 'Ann-Sophie Briest' eigentlich ist, könntest du natürlich auch einfach durch meinen CV scrollen... und doch nimmst du dir Zeit für diesen Beitrag. Hier möchte ich nun einige Gedanken, Gefühle und Eindrücke hinter den äußeren Ereignissen teilen. Prägende und inspirierende Momente, Herausforderungen und Zweifel, Visionen und Hoffnungen.


2023 - Konstanz

Aus meiner therapeutischen Arbeit weiß ich sehr genau, wie 'prägend' die ersten Lebensjahre sind, wie die Hauptbezugspersonen und das direkte Umfeld in dieser Zeit entscheidenden Einfluss nehmen auf die spätere Entwicklung. Stichworte wie 'Urvertrauen' bzw. '(Entwicklungs-)trauma', 'attachment style' und der Grundstein für die Aktivierung des autonomen Nervensystems sowie die gesunde Gehirnentwicklung uvm.

Nur natürlich, dass selbstverständlich auch ich mit meinen eigenen Themen arbeite und 'dran bin'. Das ist sicherlich etwas, was meinen Weg auszeichnet: Ich bin der festen Überzeugung, dass ich nicht perfekt sein muss - im Sinne von alle Themen therapiert (unmöglich!) - um empathisch meine Patienten zu unterstützen und meine Studenten zu begleiten. Viel wichtiger ist es für mich, dass ich - unabhängig von meiner Arbeit - die Faszination für die eigene 'innere Reise' verfolge und mich als Mensch weiter entfalte.


Als ich 16 Jahre alt war durfte ich ein Auslandssemester in Galway, Irland verbringen. Ich ging dort nicht etwa - wie viele meiner Klassenkameraden:innen aus Hamburg - auf ein renommiertes Internat, sondern wohnte bei einer herzlichen Gastfamilie und war tagsüber in einer Sprachschule für Erwachsene, um Englisch zu lernen. Ich war also das Küken inmitten anderer kulturell-diversen, offenherzigen und spannenden Globetrottern aus der ganzen Welt. Dort lernte ich auf eine unaufdringliche Art an mich zu glauben und vor allem immer wieder mutig ins unbekannte 'kalte Wasser' zu springen. In dieser Zeit entstand der innige Wunsch alleine um die Welt zu reisen, andere Länder und unbekannte Kulturen zu erkunden und mich in völlig neuen Situationen selbst besser kennenzulernen. Diesen Traum konnte ich 2 Jahre später - in einem Auslandsjahr nach dem Abitur - verwirklichen. 'Oh boy!' habe ich mich dort ins kalte Wasser geworfen. Zusammenfassend war es wundervoll & magisch, konfrontativ und aufreibend - das komplette Gefühls-Repertoire.


2008 am Taj Mahal

Es war spannend und ungewohnt, mich oftmals unmittelbar mit meinem privilegierten Leben konfrontiert zu sehen. Eine weiße, 1,87m große, gebildete und alleinreisende, junge Frau war in vielen Reiseländern gelinde gesagt 'ungewöhnlich'. Meistens führte dies aber eher zu Erstaunen und sogar Bewunderung. Eines der vielen Geschenke dieser Weltreise waren daher Dankbarkeit und Demut... und natürlich auch die ersten, tiefgründigen Berührungspunkte mit Yoga.


Während sich das Jahr als Weltenbummlerin dem Ende zuneigte, kristallisierte sich eine Sehnsucht in mir, die mich immer wieder 'auf die Matte zog'. Es ist schwer Worte zu finden, die diesen Zustand beschreiben: Definitiv keine kognitive Entscheidung, sondern vielmehr eine Klarheit des Herzens. Seitdem habe ich mich dem spirituellen Weg des Yoga - quasi einem lebenslangen 'Tiefseetauchgang' hin zum Selbst - verschrieben.


2018 - Indien

Im selben Jahr (2009) begann ich ebenfalls mein Medizinstudium und fand mich, grad zu Beginn dieser Zeit, oft in einem inneren, gefühlsgeladenen Spannungsfeld zwischen zwei Welten. Zum einen örtlich - das Pendeln zwischen dem Studium in Deutschland und den Yogakursen und Meditationsretreats in Indien und Thailand. Zum anderen inhaltlich - die westliche Schulmedizin und ihr meist symptom-orientierter, materieller Ansatz und die östliche Yogatradition als spiritueller Erleuchtungsweg. Ich erinnere mich noch gut, wie ich immer wieder einen enormen Druck spürte: "Du musst dich für einen der beiden Wege entscheiden! Du kannst nicht beides haben..." Und die damit einhergehenden Zweifel, diese beiden Herzensthemen jemals harmonisch in mir zusammen zu führen.


Wenn ich mir mein Leben ansehe, kann ich sagen, dass ich bisher stets die Gnade erfahre, Mentoren und Menschen, die mich inspirieren, unterstützen und an mich glauben in meinem Leben zu wissen. Was für ein Geschenk! Natürlich nimmt dies nicht das 'eigene Gepäck', aber es ist bestärkend zu spüren, dass ich nicht alleine bin und wir letztendlich 'alle im selben Boot sitzen'. Dieser Rückhalt hat mich tief geprägt und hilft mir auch jetzt noch immer wieder die Zuversicht in mich und das Leben zu finden. Mutig sein bedeutet für mich nicht, keine Angst zu haben. Mutig sein bedeutet für mich, trotz der Zweifel und Sorgen, das Vertrauen in meinen Weg zu stärken und immer wieder bewusst meine Komfort-Zone zu verlassen.


Neben dem alltäglichen 'Mutig-Sein', gibt es sicher einige Schlüsselmomente in den letzten Jahren, in denen ich auf Herz und Nieren geprüft wurde.

Es war aufregend und wundervoll Freisemester für sowohl das Yoga Teacher Training (2011/12), als auch - 2 Jahre später - für die Yogatherapie Ausbildung (2013/14) zu nehmen. Dennoch stand die für mich mutigere Entscheidung erst nach dem Abschluss meines Medizinstudiums (2016) an. Alle meiner Kommilitonen:innen gingen weiter in die Assistenzarzt-Zeit. Nicht in der Klinik zu Arbeiten, schien nicht vorgesehen. Ich entschied mich dennoch nach Thailand zu gehen und mich im Bereich der Yogatherapie zu spezialisieren. Ich arbeitete dort bei Amrita Healing, einem interdisziplinären Gesundheitszentrum 'unter Palmen'. Ich unterrichtete intensiv in der hiesigen Yogatherapie Ausbildung und konnte meine eigene Yogapraxis weiter vertiefen: Ich ging meiner Faszination für kashmiri shaivism, klassisches Tantra, sowie traditionellen Praktiken aus dem Kundalini Yoga nach. Ich besuchte Kurse in Yoga & Psychotherapie und nahm das 3-jähriges Fernstudium zur klassischen Homöopathin auf.

2023 - Konstanz

Neben dem für mich üblichen Thema - 'Der Tag hat nicht genug Stunden!' - und einer latenten Überarbeitung, war dies eine großartige Zeit.

Die nächste mutige Entscheidung wartete dann 2018 auf mich: die Yogaschule, in der ich unterrichtet hatte und der ich mich sehr verbunden fühlte, ging durch einen hitzigen 'Me-too-Skandal'. Der Moment, mich klar zu distanzieren und wieder einmal meinen eigenen, authentischen Weg zu gehen. Ich konzentrierte mich auf mein Homöopathie Studium und fasste den Entschluss zurück nach Deutschland zu kehren, um die Selbstständigkeit zu wagen. So kam ich kurz vor dem ersten Lockdown, im Februar 2020, nach Konstanz und bezog dann meine Praxis- und Ausbildungsräume im Januar 2021. Das Vertrauen und Durchhaltevermögen, welches mir die Zeit zwischen 2020-2022 abverlangt haben, ist kaum zu beschreiben. Einfach nur heftig! Der Spruch: "Du bekommst immer die Herausforderungen, die du grad noch meistern kannst!", beschreibt diese 3 Jahre. Definitiv, die beruflich schwierigste Phase, die ich bisher erlebt habe. Jeden Morgen aufzustehen und mich wieder neu zu motivieren, war enorm kräftezehrend und gleichsam stärkend.


2024 - Bali

Das Geschenk dieser Zeit: Es gibt keinen Zweifel mehr in mir, dass Wissenschaft und Yoga nicht zusammenpassen. Im Gegenteil, es ist eine tiefe, verkörperte Gewissheit, dass sich diese beide Welten heilsam verbinden können.


Voller Zuversicht blicke ich in die Zukunft und wünsche mir innig, dass meine gelebte Vision noch viele Gleichgesinnte in mein Leben bringt und Yoga Medizin Konstanz stets ein Ort ist, an dem es heißt: 'Weisheit trifft Wissenschaft'


 

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